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Erich Melcher
(Kurzbiografie)
Erich Melcher wurde am 27. Januar 1892 in Tschernitz, als Sohn des Kaufmannes 

Otto Melcher, geboren.
- 1898 - 1906 Schulbesuch in Tschernitz
- 1906 - 1909 Schlosserlehre in Muskau
- 1909 - 1912 als Schlossergeselle auf Wanderschaft durch Süddeutschland, Österreich, Schweiz. Arbeitet in dieser Zeit überwiegend als Werkzeugmacher
- 1910 wurde er in Hamburg Mitglied der SPD (aktiv in der Turnerbewegung)
- 1912 zum Militär eingezogen
- ab 1914 Militärdienst als Unteroffizier
- im 1. Weltkrieg, fünfmal verwundet
- 1917 als Kriegsbeschädigter zu Daimler nach Stuttgart und dann zum Flugzeugbau nach Böblingen abkommandiert
- 1918 Melcher schließt sich der USPD an und wird Mitglied der Spartakusgruppe
- 1918 Wahl zum Vorsitzenden des Arbeiter- und Soldatenrates in Böblingen
- Mitbegründer der KPD in Württemberg
- 1919 hauptamtlicher Gewerkschaftsfunktionär (Deutscher Metallarbeiterverband) in Stuttgart
- Mai 1919 wegen seiner kommunistischen Betätigung abgesetzt
- Melcher geht für kurze Zeit nach Moskau, nach seiner Rückkehr in der Zentrale der KPD, für die Gewerkschaft verantwortlich
- ab Herbst 1922 bis zum Frühjahr 1923; Gewerkschaftssekretär in der KPD-Bezirks-leitung Berlin-Brandenburg
- 1923 für die Aufstandsvorbereitung in der KPD verantwortlich (Hamburger Aufstand)
- Vom Frühjahr bis Juli 1924 in Moskau
- am 21. Juli 1924 verhaftet
- 16. Dezember 1925 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt - er tritt in einen Hungerstreik
- am 16. August 1926, wird er aus dem Gefängnis Cottbus entlassen
- Anfang 1927 wird Erich Melcher Politleiter des KPD-Bezirkes Ostsachsen in Dresden und auf dem XI. Parteitag in die Politische Kommission der Partei gewählt.
- am 1. April 1928 wurde er als erster Rechter überhaupt, aller Parteifunktionen enthoben
- Trotz scharfer Proteste, Ende 1928 aus der KPD ausgeschlossen - gehörte danach zu den Mitbegründern der KPO.
- 1932 Mitglied der SAP, kandidierte erfolglos bei der Reichstagswah
- Nach 1933 arbeitete er illegal gegen Hitler und wird deswegen -
- am 8. Juni 1934 zu 3 Jahren und 3 Monaten Gefängnis verurteilt
- danach für kurze Zeit in Freiheit.
- Erich Melcher wird am 21. August 1937 in Dresden erneut festgenommen und in das KZ Buchenwald eingeliefert.
- am 21. Januar 1944 nach Majdanek überführt
- im Juli1944 Todesmarsch nach Auschwitz, den er nur knapp überlebt
- am 8. November 1944 wird er in die SS-Division Dirlewanger gesteckt, seine letzte Nachricht kommt aus der Nähe von Budapest, dort ist er wohl auch umgekommen
- am 1. Oktober 1951 wird Erich Melcher für tot erklärt
recherchiert von Paul Wernitz
Siehe auch Artikel in der Lausitzer Rundschau